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Prävention
 

Die Schule im Hummetal sieht Prävention als Aufgabenfeld im Rahmen ihres Erziehungs- und Sozialisationsauftrages.
Da die Schule allein nicht in der Lage ist, die in anderen gesellschaftlichen Kontexten (Familie, Freunde, Massenmedien) entstandenen Defizite auszugleichen, leistet sie ihren Beitrag in einer Gesamtheit möglichst gut abgestimmter Maßnahmen verschiedener Einrichtungen.
Die Schule im Hummetal versteht sich als lernende Organisation, die bei allen Vorhaben die Grundsätze des sozialen Zusammenlebens in der Schule mit einbezieht. Eine Verbesserung der Schulstrukturen und des Schulklimas wirkt präventiv. Daran arbeiten wir in unserem Schulprogramm!
Ebenfalls ist die Bedeutung eines gut kooperierenden Kollegiums hervorzuheben, das einen Minimalkonsens festlegt und ein stimmiges Regelsystem mit praktikablen Sanktionen bei Übertretungen verabschiedet, das bei Bedarf überarbeitet wird.

Schulregeln
 
Gewaltprävention
Nach den Wochenenden müssen vor allem im Sommer häufig Verschmutzungen und Folgen von Vandalismus auf dem Schulgelände und in der näheren Schulumgebung beseitigt werden. Dieses unschöne Bild wird jedoch nicht allein durch unsere Schüler verursacht, sondern auch dadurch,  dass das Schulgelände außerhalb der Unterrichtszeit generell von jungen Leuten aus der Region als Treffpunkt genutzt wird. Dank der gut funktionierenden Zusammenarbeit der örtlichen Polizei mit der Schulsozialbeiterin konnten viele Delikte erfolgreich aufgeklärt werden. Aerzen hat die höchste Aufklärungsquote im Landkreis!
Größere Gewalteskalationen sind in den letzten Jahren an unserer Schule nicht vorgekommen. In der Schülerschaft gibt es jedoch mehrere Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen dringend Unterstützung brauchen, damit sie Konflikte gewaltfrei  lösen können. Die Schülerzahl, bei denen das ADH-Syndrom diagnostiziert wurde, ist gestiegen. Auch im Einzugsgebiet unserer Schule hat der Anteil der Elternhäuser, deren Erziehungsstil entweder von Vernachlässigung oder von Überversorgung (Wohlstandswaisen) geprägt ist, zugenommen. Dies alles hat Auswirkungen auf die Beziehungsgestaltung der Schülerinnen und Schüler und beeinträchtigt die Bildung einer guten Klassengemeinschaft. In ihrer Schulentwicklungsarbeit reagiert die Schule seit einigen Jahren auf diese veränderten Arbeitsbedingungen.
Schulsozialarbeit
 
Am 03.06.06 beschloss die Gesamtkonferenz folgende Grundsätze:

Erklärung für ein faires Miteinander gegen Mobbing und Gewalt
  1. Wir achten durch unsere Worte und unser Tun die Würde unserer Mitmenschen.
  2. Wir leisten jedem Mitschüler, der uns darum bittet, Beistand gegen Schikanen und stellen uns demonstrativ an seine /ihre Seite. Wir lassen angefeindete niemals allein.
  3. Wir wollen den Anfängen von Psychoterror keine Chance geben, von wem er auch ausgeht.
  4. Wir wollen Toleranz üben.
  5. Wir schauen nicht weg und stehen dem Opfer bei, wenn jemandem ein Unrecht (physische oder psychische Gewalt) angetan wird.
  6. Wir beteiligen uns nicht an der Entstehung und Verbreitung von Gerüchten. Unser Grundsatz ist: Mit den Menschen, nicht über sie reden.
  7. Wir wollen uns stets Mühe geben, mit jedem in der Schule höflich und offen zusammenzuarbeiten und dabei Problemen nicht aus dem Weg zu gehen.
  8. Wir verpflichten uns mit anderen zusammen gegen Mobbing und Psychoterror vorzugehen, wo wir dies beobachten. Wir handeln gemeinsam statt einsam.
 
Suchtprävention
Die harmonisch wirkende ländliche Umgebung und die relativ gut überschaubare Größe der Schule dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass innerhalb der Schülerschaft vermutlich die landesdurchschnittlichen Werte bezüglich des Konsums von Einstiegsdrogen vorliegen, d.h. dass zunehmend jüngere Schülerinnen und Schüler regelmäßig rauchen, Alkohol konsumieren und illegale Drogen ausprobieren. Art und Umfang des Drogenkonsums in der unterrichtsfreien Zeit werden uns nur teilweise und sporadisch bekannt.
Die örtliche Polizei beobachtet regelmäßig verdächtige Schülergruppen, die ihr teilweise namentlich bekannt sind. Die gute Kooperation der Schule mit den zuständigen Kontaktbeamten wurde in den letzten Jahren durch regelmäßigen Austausch und gemeinsame Präventionsprojekte noch weiter verbessert.
 
Leitsätze zur Suchtprävention
  1. Wir machen unsere Schülerinnen und Schüler stark.
  2. Wir ermöglichen Aufklärung und Selbstreflexion.
  3. Wir gestalten die Schule gesundheitsförderlich.
  4. Wir gehen mit gutem Beispiel voran.
  5. Wir sehen hin, reagieren und helfen  bei Problemen.
 
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